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Sternenscout

Mond

Das einfachste und dankbarste Ziel: Krater, Meere und Gebirge – schon im Fernglas, am schönsten am Terminator.

Zuletzt aktualisiert: 14.10.2026 · Von Michael Plangger · So wählen wir aus

Der zunehmende Halbmond im Teleskop
Bild: Astrobond, CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Der Mond ist das dankbarste Ziel am Himmel: Er ist immer leicht zu finden, braucht keinen dunklen Ort und zeigt schon im kleinsten Fernglas Einzelheiten. Er dreht uns stets dieselbe Seite zu – du kannst also jeden Monat dieselben Krater wiederfinden und mit der Zeit «kennen».

Mit blossem Auge

Du siehst helle Hochländer und dunkle Flächen, die «Meere» (Maria). Sie bilden das bekannte Mondgesicht. Bei der schmalen Sichel lohnt sich ein Blick auf den dunklen Teil: Er schimmert schwach grau. Das ist der Erdschein – Sonnenlicht, das von der Erde zurück auf den Mond fällt.

Im Fernglas

Schon bei 7- bis 10-facher Vergrösserung erkennst du grosse Krater und die Ränder der Meere. Am meisten siehst du entlang der Licht-Schatten-Grenze, dem Terminator: Dort steht die Sonne für den Mond tief, Kraterwände und Berge werfen lange Schatten. Stütze das Fernglas ab oder nimm ein Stativ – dann wird das Bild ruhig.

Im Teleskop

Mit einem kleinen Teleskop und 50- bis 100-facher Vergrösserung wird der Mond zur Landschaft: Zentralberge in Kratern, Gebirgsketten, Rillen und Kraterketten. Höhere Vergrösserungen lohnen sich nur, wenn die Luft ruhig ist (gutes Seeing). Wie du die Vergrösserung wählst, erklärt Vergrösserung.

Blendung dämpfen

Im Teleskop ist der Mond sehr hell. Das schadet den Augen nicht, ist aber unangenehm und lässt feine Kontraste verschwinden. Ein einfacher Mondfilter (Graufilter) oder ein verstellbarer Polfilter zum Einschrauben ins Okular hilft. Auch eine höhere Vergrösserung macht das Bild dunkler.

Gut zu wissen

Von Neumond zu Neumond vergehen etwa 29,5 Tage; eine Umrundung der Erde dauert rund 27,3 Tage. Der Mond zieht dabei jeden Tag ein Stück weiter nach Osten und geht darum jeden Tag später auf. Mehr über den Mond selbst – Entstehung, Aufbau, Missionen – findest du auf Kosmoskop.

Häufige Fragen

Warum sehen wir immer dieselbe Seite des Mondes?
Der Mond dreht sich in genau der Zeit einmal um sich selbst, in der er die Erde umrundet (gebundene Rotation). Darum zeigt er uns immer dieselbe Seite (NASA).
Wann ist die beste Zeit, den Mond im Teleskop anzuschauen?
Nicht bei Vollmond, sondern in den Tagen zwischen Sichel und Halbmond und etwas danach. Dann werfen Krater und Berge entlang des Terminators lange Schatten.
Brauche ich einen Mondfilter?
Nötig ist er nicht – der Mond schadet den Augen im Teleskop nicht. Ein Grau- oder Polfilter dämpft aber die Blendung und macht feine Kontraste angenehmer sichtbar.

Quellen (3)

  1. NASA Science: Moon Facts (abgerufen 14.10.2026)
  2. NASA Science: Moon Phases (abgerufen 14.10.2026)
  3. Astronomy Engine – eigene Berechnung für Zürich (47,4° N, 8,5° O), Zeiten MEZ/MESZ (abgerufen 14.10.2026)

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