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Astrofotografie

Vom Smartphone-Mondfoto bis zur ersten Galaxie – und was du realistisch erwarten darfst.

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026 · Von Michael Plangger · So wählen wir aus

Sternenhimmel über den Alpen
Bild: Eddie basler, CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Ein Foto des Sternenhimmels zeigt oft mehr, als du mit blossem Auge siehst: Eine Kamera kann Licht über Sekunden oder Minuten sammeln, dein Auge nicht. Genau das macht Astrofotografie so reizvoll – und manchmal frustrierend. Hier findest du vier Wege in das Hobby, vom Handy in der Hosentasche bis zum Smart-Teleskop.

Welcher Weg passt zu dir?

Weg Was gut gelingt Aufwand
Smartphone Mond, Dämmerung, Sternbilder, mit Nachtmodus auch die Milchstrasse gering: Stativ oder Halterung
Kamera und Stativ Milchstrasse, Sternbilder über Landschaft, Sternspuren mittel: Kamera mit manuellem Modus, lichtstarkes Weitwinkel
Smart-Teleskop helle Nebel, Sternhaufen, grosse Galaxien mittel: Gerät aufstellen, App bedienen
Nachbearbeitung mehr Detail und weniger Rauschen aus allen drei Wegen Zeit am Computer, Software gratis

Für Planeten mit Details und für lang belichtete Bilder durch ein grösseres Teleskop brauchst du später eine nachführende Montierung und eine Astrokamera. Das ist ein eigenes Fachgebiet – fang lieber mit den einfachen Wegen an.

Was kannst du realistisch erwarten?

Die farbigen Nebelbilder in Büchern und auf Social Media sind meist aus Dutzenden bis Hunderten Einzelaufnahmen zusammengesetzt und danach bearbeitet. Ein Beispiel aus der Praxis: Das Bild unten zeigt den Orionnebel, den ein Smart-Teleskop aus 63 Einzelbildern à 10 Sekunden automatisch zusammengerechnet hat – zusammen also gut zehn Minuten Belichtung.

Orionnebel, live gestackt aus 63 Aufnahmen à 10 Sekunden
Orionnebel aus einem Smart-Teleskop: 63 Aufnahmen à 10 Sekunden, direkt aus der App.Bild: どがさん, CC0, Quelle: Wikimedia Commons

Was du dir merken kannst:

  • Mehr Belichtung schlägt teure Technik. Viele kurze Bilder, später übereinandergelegt («gestackt»), rauschen deutlich weniger als ein einzelnes.
  • Der Himmel zählt mehr als die Kamera. An einem dunklen Ort ohne Mond gelingt mit einfacher Ausrüstung mehr als mit Profi-Gerät in der Stadt.
  • Das Wetter entscheidet. Klare, ruhige Nächte sind selten – plane mit der Astrowetter-Seite und dem Mondkalender.
  • Bearbeitung gehört dazu. Auch einfache Bilder gewinnen viel, wenn du sie stackst und vorsichtig aufhellst. Die Software dafür gibt es gratis.

Die Bereiche im Überblick

Häufige Fragen

Welcher Einstieg in die Astrofotografie ist am günstigsten?
Das Smartphone, das du schon hast, plus ein kleines Stativ. Damit gelingen Mond, Dämmerungsstimmungen, Sternbilder und mit Nachtmodus auch die Milchstrasse an einem dunklen Ort.
Brauche ich für Astrofotos ein Teleskop?
Nein. Für Milchstrasse, Sternbilder und Sternspuren reichen eine Kamera mit Weitwinkel und ein Stativ. Ein Teleskop brauchst du erst für Mond-Details, Planeten und kleine Nebel oder Galaxien.
Warum sehen meine Bilder nicht aus wie die von Hubble?
Weil Profi- und Weltraumbilder mit riesigen Spiegeln, langen Belichtungen und viel Bearbeitung entstehen. Ein ehrlicher Vergleich ist ein Einsteigerbild mit dem, was du am selben Abend mit blossem Auge siehst – da gewinnt die Kamera fast immer.

Quellen (6)

  1. Google Research: Astrophotography with Night Sight on Pixel Phones (26.11.2019) (abgerufen 14.10.2026)
  2. BBC Sky at Night Magazine: How to point your smartphone through your telescope (abgerufen 14.10.2026)
  3. PhotoPills: Milky Way photography settings (abgerufen 14.10.2026)
  4. ZWO: Seestar S50 (Datenblatt) (abgerufen 14.10.2026)
  5. Wikimedia Commons: Stacked 63 M 42 10.0s LP (Seestar-Aufnahme) (abgerufen 14.10.2026)
  6. Siril – Astronomische Bildbearbeitung (abgerufen 14.10.2026)

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