Zum Inhalt springen
Schwesterseite: Kosmoskop – Was ist da draussen? →
Sternenscout

Plejaden (M 45)

Der schönste Sternhaufen für blosses Auge und Fernglas – im Winter hoch am Abendhimmel.

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026 · Von Michael Plangger · So wählen wir aus

Die Plejaden M 45 mit ihren bläulichen Reflexionsnebeln
Bild: Dylan O'Donnell, deography.com, CC0, Quelle: Wikimedia Commons

Was du siehst

Mit blossem Auge erkennst du ein kleines, kompaktes Sterngrüppchen, das an einen Mini-Wagen erinnert. Wie viele Sterne du zählst, verrät viel über deinen Himmel: mindestens sechs sind fast immer sichtbar, unter mittleren Bedingungen etwa neun und unter einem wirklich dunklen Himmel mehr als ein Dutzend (SEDS).

Im Fernglas zeigen die Plejaden ihren schönsten Anblick. Sie füllen einen grossen Teil des Gesichtsfelds, und SEDS beschreibt für Fernglas und weitwinklige Teleskope mehr als 100 Sterne. Die hellsten leuchten weiss bis bläulich.

Im Teleskop ist der Haufen oft zu gross für das Gesichtsfeld, selbst bei der kleinsten Vergrösserung (SEDS). Du siehst dann nur einen Ausschnitt. Der zarte Nebel um den Stern Merope braucht einen dunklen Himmel und ein lichtstarkes Teleskop mit grossem Feld (SEDS). Auf Fotos wirkt dieser bläuliche Schleier viel auffälliger, als du ihn je im Okular sehen wirst.

Gut zu wissen

Zu den Plejaden gehören rund 500 meist schwache Sterne, verteilt über etwa 2 Grad – viermal den Durchmesser des Mondes (SEDS). Die Plejaden kennt man seit dem Altertum; Galileo Galilei war der Erste, der sie durch ein Teleskop betrachtete (NASA). Die Entfernung von rund 440 Lichtjahren ist laut NASA nicht ganz unumstritten.

Tipps

  • Ein Fernglas wie 7×50 oder 10×50 ist das ideale Instrument – ein Teleskop zeigt weniger vom Gesamtbild.
  • Zähle die Sterne mit blossem Auge und schreib die Zahl auf. So kannst du verschiedene Beobachtungsorte und Nächte vergleichen.
  • Schwächere Haufensterne zeigen sich mit indirektem Sehen, also wenn du leicht neben den Haufen schaust.

Häufige Fragen

Wie viele Sterne der Plejaden sieht man mit blossem Auge?
Mindestens sechs, unter mittleren Bedingungen etwa neun und unter sehr dunklem Himmel mehr als ein Dutzend (SEDS).
Brauche ich ein Teleskop für die Plejaden?
Nein. Die Plejaden sind mit blossem Auge leicht zu sehen; am schönsten wirken sie im Fernglas. Im Teleskop passen sie oft gar nicht ganz ins Gesichtsfeld.
Wann sind die Plejaden am besten zu sehen?
Am Abendhimmel von November bis Januar; laut NASA ist der Dezember der beste Monat.

Quellen (3)

  1. NASA Science: Messier 45 (The Pleiades) (abgerufen 14.10.2026)
  2. SEDS Messier Database: Messier 45 (Pleiades) (Spiegel bei LAMOST) (abgerufen 14.10.2026)
  3. EarthSky: V-shaped Hyades star cluster easy to find (abgerufen 14.10.2026)

Weiterlesen